Reisetipps

Botswana ist ein ganz spezielles Reiseziel, auf das Sie sich außerordentlich gut vorbereiten sollten. Vieles gilt es zu beachten, vor allen Dingen im Hinblick auf die Organisation und Durchführung einer Safari. Daneben stellen sich wie bei jeder Reise grundsätzliche Fragen, auf die Sie hier Antworten finden.

Zeitunterschied: Die Uhrzeit in Botswana

In Botswana gilt MEZ + 1 h, d.h. für deutsche Reisende, dass es in Botswana eine Stunde später ist, als in Deutschland. Eine Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit erfolgt im Land nicht, weshalb die mitteleuropäische Sommerzeit in den Monaten März bis Oktober dann auch der Zeit in Botswana entspricht.

Elektrizität: Strom in Botswana

Die Spannung beträgt 220 Volt, es finden sich 3-polige englische Stecker, für die Reisende einen Universaladapter zur Nutzung benötigen. Taschenlampen gehören zur lebenswichtigen Standardausrüstung, weshalb mindestens 2 Taschenlampen pro Person im Gepäck vorhanden sein sollten.

Internet/Mobilfunk – Telekommuniaktion in Botswana

In den größeren Städten sind Internet-Cafés ein bekanntes Bild, darüber hinaus verfügen Lodges und gehobene Hotels standardmäßig über Internetanschluss. Bei den Mobilfunkverbindungen müssen Abstriche gemacht werden, nicht allerorts ist ein Empfang gegeben. EIne Alternative kann ein Satellitentelefon sein. Die gängigsten Satellitensysteme im Land sind Thuraya und Inmarsat. So können Reisende auch in abgelegenen Gebieten Notrufe absenden.

Für Telefonate nach Botswana sollten Call-by-Call-Anbieter genutzt werden. Damit lässt sich eine Menge Geld sparen.

Geld: Währung und Zahlungsmittel in Botswana

Motiv auf einen Geldschein von Botswana

Motiv auf einen Geldschein von Botswana

Als offizielle Landeswährung gilt der Pula (Kürzel: P), der 100 Thebe (t) entspricht. Die Werte der Banknoten lauten: 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200 P. Münzen sind zu 1, 2, 5 P sowie zu 1, 2, 5, 10, 25, 50 t im Umlauf.

Für Reisende empfiehlt sich die Mitnahme von US-Dollar in kleinen Stückelungen, um diese dann im Land selbst in die Landeswährung einzutauschen. Der Devisentausch kann in Banken, Wechselstuben, Hotels, bei diversen Reiseveranstaltern vor Ort oder auch am Flughafen durchgeführt werden. Der US-Dollar eignet sich einerseits wegen des besseren Wechselkurses, andererseits ist es in Botswana üblich, Trinkgeld in kleinen Dollarscheinen zu geben.

In den größeren Städten des Landes sind Bargeldverfügungen mit Kreditkarte (bevorzugt Visa) an den Geldautomaten möglich. Gehobene Lodges mit internationalen Besucheraufkommen akzeptieren die Kreditkarte mitunter auch als bargeldloses Zahlungsmittel ebenso wie einige wenige Tankstellen. Reiseschecks, ausgestellt auf US-Dollar, bieten eine sichere Finanzreserve und können gegen Bargeld in der Landeswährung eingetauscht werden.

Einkaufen: Öffnungszeiten in Botswana

Einkaufen in Botswana - typische Schnitzerei

Einkaufen in Botswana – typische Schnitzerei

Banken in den beliebten Safari-Städten öffnen ihre Türen Montag bis Freitag von 9.00 bis ca. 16.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 12.00 Uhr. Je nach Region und Ort kann es zu deutlichen Abweichungen kommen.

Geschäfte in Botswana sind Montag bis Freitag überwiegend von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, an Samstagen können Reisende von 9.00 bis 13.00 Uhr einkaufen. Große Supermärkte halten ihre Türen oftmals länger geöffnet, auch sonntags ist Shopping in Botswana möglich.

Wer die Safari in Botswana plant, sollte sich ebenfalls über die Öffnungszeiten von Leihwagenvermietern sowie die Grenzöffnungszeiten informieren.

Verkehr: Autofahren und Mietwagen in Botswana

In Botswana gilt Linksverkehr und wie auch in Deutschland besteht Anschnallpflicht. Die Höchstgeschwindigkeit innerhalb von Orten beträgt 60 km/h, außerhalb 120 km/h. Während die wichtigen Verbindungsstraßen zwischen den größeren Städten asphaltiert sind, zeigen sich andere Wege oft sehr holprig, sandig und mit Schlaglöchern. Tagsüber ist höchste Achtsamkeit gefragt, denn Tiere überqueren die Straßen und Wege wie selbstverständlich.

Von Nachtfahrten wird absolut abgeraten, da auch dann zahlreiche Tiere unterwegs sind und das Unfallrisiko bedeutend höher liegt. In den Nationalparks sind Nachtfahrten grundsätzlich nicht gestattet. Wasserstellen sind großzügig zu umfahren, Selbstfahrer sollten Reparaturerfahrung besitzen, denn ein Liegenbleiben des Fahrzeugs kann niemals ganz ausgeschlossen werden. Darüber hinaus müssen Reifendruck und Kühlwasser permanent kontrolliert werden. Ein Navigationsgerät ist meist unabdingbar.

Führerschein in Botswana

Um ein Fahrzeug in Botswana führen und anmieten zu können, sind sowohl nationaler als auch internationaler Führerschein gefordert. Bei der Fahrzeuganmietung vor Ort sollte der Wagen auf Herz und Nieren geprüft werden. Je nach Safari-Tour und Safari-Ziel kommen PKW, Geländewagen oder Allradfahrzeuge (4×4) in Frage.

Trinkgeld in Botswana

Im Land gehört Trinkgeld zum guten Ton. Diese finanzielle „Wertschätzung“ wird in der Regel in US-Dollar bezahlt. In Restaurants und Hotels sind 10 % des Rechnungsbetrags Standard, wobei in einigen Restaurants das Trinkgeld mitunter bereits im Rechnungsbetrag enthalten sein kann. Darüber hinaus erhalten auch Safari-Guides, Campsite-Personal, Mokoro-Fahrer ein Trinkgeld, das bei ca. 5 US-Doller liegen sollte.

Essen und Trinken: Verpflegung im Land

Essen und Trinken in BotswanaHotel- und Lodge-Küchen sowie Restaurants oder Garküchen in Botswana bieten vorwiegend nationale Gerichte, die aus Fleisch mit Beilagen wie Reis und Kartoffeln bestehen. In den Regionen des Okavangodeltas steht auch frischer Fisch auf der Speisekarte. Wer die internationale Küche bevorzugt, findet in Gaborone entsprechende Restaurants.

In den meisten Nationalparks und Natur- bzw. Wildschutzgebieten sind keine Verpflegungsmöglichkeiten wie Geschäfte oder Restaurants gegeben, so dass sich gerade Selbstfahrer, die auf Campingplätzen übernachten, entsprechend in der nächstgrößeren Stadt, z.B. Gaborone, Maun oder Kasane, mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs eindecken müssen und zwar für den gesamten Zeitraum des Aufenthaltes. Hilfreich für den Einkaufszettel können hier auch die so genannten Buschrezepte für einfache aber nahrhafte Kost sein.

Safari-Regeln, Buschetikette und Grundsätzliches für Camper

Organisierte Safari-Touren in die Nationalparks oder Nature- und Game Reserves werden oft von erfahrenen Guides geleitet, die sich als einheimische „Buschmänner“ bestens in dem Revier auskennen. Halten Sie sich unbedingt an die Anweisungen und glänzen Sie nicht mit theoretisch angeeignetem Wissen, dass Ihnen in der Wildnis nicht weiterhilft. Verlassen Sie sich auf den Guide und bleiben Sie vor allen Dingen in der Gruppe.

In den Parks und Reservaten gelten Regeln, die gerne auch als Buschetikette bezeichnet werden. Dazu zählen u.a. die Begrenzung von Fahrzeugen, die auf Beobachtungstour gehen dürfen und das Verbot von Nachtfahrten. Auf verschiedenen Geländeabschnitten bieten sich dem Besucher historische Fundstücke oder Fossilien, die jedoch nicht mitgenommen werden dürfen. Anders ist es hingegen mit Müll jeder Art, dieser ist unbedingt zu entsorgen. Wer mit einem Guide ansässige Stämme besucht, der sollte den nötigen Respekt mitbringen und sich angemessen verhalten.

Übernachten im Busch: Campen in Botswana

Selbstfahrer, die gern campen möchten, sollten für Übernachtungen im Busch bestens gerüstet sein. Ein Dach- oder Kuppelzeit, Schlafsack, Iso-Matten, Kochutensilien, Taschenlampen und Multitools/Taschenmesser gehören ebenso zur Ausstattung wie robuste Bekleidung, die entsprechend der Witterung gewählt werden kann sowie eine gut ausgestattete Reiseapotheke. Die Zelte sollten stets geschlossen sein, denn es können sich jederzeit Tiere nähern. Die Lagerung von Lebensmitteln im Zelt ist zu vermeiden, da auch diese die Tiere anziehen. Unbedingt zu beachten sind die Hinweise zu Feuerstellen und Müllentsorgung.

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