Safari im Central Kalahari Game Reserve

Unendlich weite Landschaft, einzigartige Stille, faszinierende Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge sowie der schwarzmähnige Kalahari-Löwe sind schon vier faszinierende Gründe, um das 52.800 Quadratkilometer große Central Kalahari Game Reserve im Rahmen einer Safari in Botswana zu besuchen. Als größtes Naturschutzgebiet Südafrikas und als zweitgrößtes Naturreservat weltweit bietet dieses Gebiet inmitten der berühmten Kalahari-Wüste unvergessene Eindrücke für den Abenteurer.

Lage und Zugang Central Kalahari Game Reserve

Der König der TIere, der Löwe ist auch im Central Kalahari Game Reserve zu finden

Der König der TIere, der Löwe ist auch im Central Kalahari Game Reserve zu finden

Geographisch findet sich das Game Reserve in Zentral Botswana mit Grenzen zum Khutse Game Reserve und zum Fluss Kuke Fence. Das Gebiet wird von den mittlerweile trockenen Flusslandschaften Deception Valley, Okwa Valley, Passarge Valley und Quoxo Valley durchzogen. Das Naturschutzgebiet in der Kalahari ist von Maun, Rakops, Ghanzi oder über das Khutse Game Reserve zu erreichen, als offizieller Eingang gilt das Matswere Gate im Nordosten, weitere Zugangsbereiche sind das Westgate nahe Xade und das Tsao Gate.

Geschichtliches: Vom Lebensraum der San zum Nationalpark

Die Kalahari-Wüste in Botswana gilt seit Jahrtausenden als Heimat der San. Die Ureinwohner Südafrikas lebten hier als Jäger und Sammler weitestgehend unberührt und abgeschieden bis in das 20. Jahrhundert. Die wirtschaftliche Entwicklung forderte die Umsiedlung von großen Teilen der Bevölkerung in andere Gebiete. Die Gründung des Kalahari Game Reserve im Jahre 1961 war ein wichtiger Meilenstein, um der ältesten Besiedlungsgruppe Südafrikas ihren Lebensraum zu erhalten. In der darauffolgenden Zeit rückten der Naturschutz und die Erhaltung der einzigartigen Tierwelt mehr und mehr in den Vordergrund. Seit 1998 hat das Game Reserve seine Tore für die Safari-Besucher geöffnet. Heute lebt nur noch ein geringer Teil der San nahe dem Naturschutzgebiet in Ghanzi, New Xade oder Kuru und es lohnt sich diesen Urstamm der „Buschmänner“ einmal kennenzulernen.

Die Tiere im Central Kalahari Game Reserve

Das Naturschutzgebiet wartet mit einer spektakulären und seltenen Tierwelt auf. Hier lassen sich Springböcke, Geparden, Giraffen, braune Hyänen, Oryx, Wildschweine, Kudu, Schakale, Eleantilopen, Honigdachse, Löffelhunde, teils in großen Herden oder Rudeln, beobachten. Zu den absoluten Tierhighlights zählt der schwarze Kalahari-Löwe, ein stolzer Wüstenlöwe mit schwarzer Mähne und einem Ruf, der durch die gesamte Wüstenlandschaft hallt. Etwa 250 Vogelarten, darunter Milane, Strauße und Perlhühner bereichern die großartige Fauna.

Landschaft und Pflanzenwelt im Central Kalahari Game Reserve

Die trockene Halbwüste mit flachen Sanddünen, ausgetrockneten Flusslandschaften und Tälern zeigt sich in der Regenzeit von einer atemberaubend grünen Seite, wenn Steppengras, Dornbüsche, verschiedene Baumarten und Wildblumen in voller Blüte stehen. Die Landschaft ist flach und durchzogen von Salzpfannen, die ausgetrocknete Flussläufe bezeichnen.

Infos zur Mobile Safari im Central Kalahari Game Reserve

Eine Safari-Tour durch den Nationalpark ist in erster Linie als „Mobile Safari“ möglich, das heißt im Allradfahrzeug und mit GPS. Wer bereits über größere Safari-Erfahrung verfügt, kann sich mit einem gemieteten Fahrzeug auf den Weg machen, ansonsten bieten sich geführte Touren an. Für ausreichend Verpflegung und Tankvorräte ist vor Fahrtantritt zu sorgen. Als Unterkünfte stehen sowohl im Park selbst als auch in der nahen Umgebung zahlreiche Camps und Lodges verschiedener Preisklassen zur Auswahl. Während der Regenzeit kann die volle Schönheit der Landschaft genossen werden.

Besondere Sehenswürdigkeiten: Deception Valley, Sunday Passarge Pan, Piper´s Pan

Im Deception Valley findet sich ein großes Vorkommen an Zebras, Springböcken und Gnus, die sich im einstigen Gebiet des Letiahau River angesiedelt haben. Deception Valley wird auch als Tal der Owens bezeichnet, da hier die beiden Forscher Mark und Delia Owens in den 1970er Jahren die Tier- und Pflanzenwelt erkundet und studiert haben. Sie gehören zu den wichtigen Mitinitiatoren für die Erhaltung des Gebietes als Naturschutzreservat.

Künstliche Wasserstellen finden sich im Sunday Passarge sowie im Piper´s Pan, die verschiedene Tierarten gerade in der Trockenzeit anlocken und somit für Tierbeobachtungen auch in dieser Zeit hervorragende Destinationen sind.

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