Safari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Kennzeichnend für den Makgadikgadi-Pans-Nationalpark, der eine Fläche von knapp 4.900 Quadratmetern umfasst, sind die fast weißen, unendlichen Landschaften aus Salzpfannen, welche die ausgetrockneten Spuren eines gigantischen Binnensees abbilden. Sie erstrecken sich über den Park hinaus auf einer Fläche von insgesamt 16.000 Quadratkilometern und als sind als Makgadikgadi-Pans (Pans = Salzpfannen) weltbekannt.

Landschaft in der Kalahari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Landschaft in der Kalahari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Die eindrucksvolle Landschaft lockt Safari-Touristen, die Stille und Weite lieben, aber auch Abenteurer, die im Nationalpark auf Entdeckungstour gehen möchten. Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark sowie der Nxai-Pan-Nationalpark stellen eine Einheit dar und sind lediglich durch die Straße Maun-Nata geteilt.

Lage und Zugang Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der Nationalpark in der nordöstlichen Kalahari-Wüste in Botswana ist ca. 160 Kilometer von Maun entfernt und in Richtung Nata zu erreichen. Er wird dem North West District von Botswana zugeordnet. Natürliche Grenzen bilden der Boteti River und das Gebiet der Ntwetwe Pan. Das Parkareal wird geographisch unterteilt in den östlichen Teil Sowa Pan und den westlichen Teil Ntwetwe Pan. Auf der asphaltierten Straße Maun-Nata findet sich eine Abzweigung, die nach acht Kilometern Schotterweg zum Haupteingang des Makgadikgadi-Pans-Nationalparks führt.

Geschichtliches: Weites lebloses Land mit vielen Facetten

Vor mehr als hunderttausend Jahren bedeckte ein großer Binnensee den überwiegenden Teil Botswanas. Die Austrocknung des Sees hinterließ Salze und Mineralien auf dem Boden, die der Landschaft ihren faszinierenden Reiz gaben. In dem einst von Wasser dominierten Gebiet kamen so auch interessante archäologische Funde zutage, die auf eine frühere Besiedelung hindeuten. Auf einer Safari lassen sich mit etwas Glück und offenen Augen antike Fundstücke begutachten.

Durch die Austrocknung bot das Gebiet, das heute als Nationalpark gilt, keinen in Frage kommender Lebensraum mehr für Menschen und nur in begrenztem Maß für Tiere. In den 1970er-Jahren wurden Teilbereiche des Parks zum Wildreservat erklärt. Im Zuge der Vergrößerung in den 1990er Jahren erfolgte dann die Ernennung zum Nationalpark.

Übersetzen lässt sich Makgadikgadi als „Weites lebloses Land“, was auch dem Landschaftsbild bestens gerecht wird. In der Regenzeit können sich die Salzpfannen allerdings auch geringfügig wieder mit Wasser füllen.

Die Tiere im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark gilt in erster Linie als Durchzugsgebiet für viele Wandertiere zu den Wasserstellen in Botswana, einige davon finden sich auch am Boteti River. In der Trockenzeit können Zebras, Gnus, Oryx-Antilopen, oder Springböcke gesichtet werden, die sich in der üppigen Grassavanne wohlfühlen. Die Regenzeit ermöglicht einer reichen Vogelwelt gute Lebensbedingungen, darunter die wunderbar anzuschauenden Flamingos. Mitunter passieren dann auch Elefanten, Flusspferde, Zebras oder Büffel den Park. Tierbeobachter müssen großes Glück und Ausdauer haben, daher ist der Makgadikgadi-Pans-Nationalpark auch überwiegend ein landschaftliches Highlight für Safari-Urlauber.

Landschaft und Pflanzenwelt im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Affenbrotbaum im Landschaft in der Kalahari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Affenbrotbaum im Landschaft in der Kalahari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Die Landschaft wird überwiegend von trockenen Grassavannen und Salzpfannen geprägt, wobei die Trockensavanne einen weitaus größeren Anteil an der Gesamtfläche des Parks einnimmt. Herrliche Palm-Wälder, karges Buschland sowie Affenbrotbäume und Kameldorn-Bäume bringen facettenreiche Abwechslung für das Auge ins Spiel.

Infos zur Safari im Makgadikgadi-Pans-Nationalpark

Der ganzjährig geöffnete Park ist im Rahmen einer Mobile Safari mit speziellen Gelände- bzw. Allradfahrzeugen zu besuchen, in der Trockenzeit sind auch Quad-Safaris eine Option. Safari-Reisende sollten ausreichend Verpflegung und Benzin mitführen, denn im gesamten Park finden sich keine Einkaufs- oder Tankmöglichkeiten, auch Restaurants sind nicht vorhanden. Vor dem Besuch während einer Botswana-Reise lohnt sich daher ein Abstecher in den Ort Gweta, um sich entsprechend auszustatten. In der Regenzeit können weite Teile des Parks auch nicht mit einem Allradfahrzeug aufgrund schlammiger Verhältnisse befahren werden. Die Übernachtung ist auf einem der beiden Campingplätze im Park mit eigenem Zelt möglich. Schon bei der Reiseplanung sollte an die Malaria-Prophylaxe gedacht werden, denn dieses Gebiet zählt zu den Risikoregionen in Botswana.

Besondere Sehenswürdigkeiten: Kubu Island, Nata Bird Sanctuary, Chapman´s Baobab

Kubu Island kennzeichnet eine außergewöhnliche Granit-Erhebung in der Salzpfannenlandschaft von Sowa Pan, die Spuren der Siedlungsgeschichte aufweist und zum Nationaldenkmal von Botswana erklärt wurde.

Eindrucksvolle Flamingos in großen Scharen bevölkern die Vogelbeobachtungsstation Nata Bird Sanctuary in der Nähe des kleinen Ortes Nata.

Ein weiteres Highlight zeigt sich mit dem Chapman´s Baobab, einem gigantischen Affenbrotbaum, der einen Umfang von 25 Metern sowie sieben riesige Stämme vorweisen kann. Zahlreiche Forscher haben unter diesem Baum schon geweilt und ihre Initialen in das Holz geritzt, darunter auch der Namensgeber James Chapman aus Südafrika, der das außergewöhnliche Schlafquartier im Jahre 1862 mit dem Maler Thomas Baines teilte. David Livingstone und andere Entdecker nutzten einen hohlen Stamm des Baumes als „Nachrichtenbriefkasten“.

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